14/09/2026 0 Kommentare
Tag des offenen Denkmals in der Kapelle St. Albertus Magnus Rangsdorf
Tag des offenen Denkmals in der Kapelle St. Albertus Magnus Rangsdorf
# Alle Pfarrei-Mitteilungen (Rangsdorf)

Tag des offenen Denkmals in der Kapelle St. Albertus Magnus Rangsdorf
Wir waren überwältigt, damit hatten wir nicht gerechnet - so können wir unsere Resonanz auf den Tag des offenen Denkmals in der Rangsdorfer Kapelle zusammenfassen. Weit über 60 Interessierte von 3 bis 96 Jahren, alteingesessene, aber auch neu zugezogene Rangsdorfer Einwohner, der Bürgermeister, Vertreter des Denkmalschutzes, Pfarreimitglieder, Menschen, die nach eigenem Bekunden noch nie eine katholische Kirche betreten hatten, solche, die seit Jahrzehnten tagtäglich an der Kapelle vorbeigehen, sie aber noch nie von innen gesehen haben, und viele weitere kamen, um einen Blick ins Innere zu werfen, die angebotenen Vorträge anzuhören und einzeln oder in kleinen Gruppen an den Führungen teilzunehmen. Jeder und jede wurde individuell begrüßt und betreut.
Schon zweieinhalb Stunden vor dem offiziellen Beginn waren die ersten Besucher vor Ort, und erst eine Stunde nach dem offiziellen Ende gingen die letzten. Einige blieben den gesamten Nachmittag über; andere gingen zwischendurch spazieren oder zum Spielplatz gegenüber und kamen dann noch einmal vorbei. Für die Kinder gab es die Erläuterungen über die interessante Geschichte der Kapelle in kindgerechter Sprache, und die Stationen des Kreuzwegs wurden im Detail erklärt.
Das schöne Wetter und Sitzgelegenheiten auch im Garten trugen dazu bei, dass ein reger Austausch zwischen Älteren und Jüngeren, Familien, Paaren und Einzelpersonen bei Kaffee und Kuchen stattfand. Menschen kamen ins Gespräch, die sich lange (in einem Fall über 25 Jahre) nicht mehr gesehen hatten; andere lernten sich erst kennen.
Die meisten, die die Kapelle noch nie oder lange Zeit nicht mehr von innen gesehen hatten, blieben schon im Eingang stehen und brachten ihr Erstaunen zum Ausdruck. Ausrufe wie „Wir hätten nie gedacht, dass das unscheinbare Gebäude innen so schön ist!“, waren zuhauf zu hören.
Wir mussten viele Fragen beantworten: nach bau- und kunstgeschichtlichen Details und den verschiedenen Bau- und Umbauepochen, nach den bereits erfolgten und den geplanten Restaurierungen, nach der Bedeutung der verschiedenen Farben von Messgewändern (einige hingen aus), nach Sinn und Zweck einer Sakristei (sie war zugänglich), nach dem üblichen Inhalt des Tabernakels (er war leer und einsehbar), zur Bedeutung von Rosenkränzen, nach der Funktion von Ministranten und Diakonen und nach den wesentlichen Unterschieden zwischen den beiden großen Konfessionen, aber auch zum Beispiel danach, wie die katholische Kirche ihrem Mitgliederschwund entgegenwirken will, welche Antworten sie im Jahre 2026 auf die großen Probleme in der Welt hat oder welche Hilfestellungen sie ganz konkret bei scheinbar ausweglosen persönlichen Schwierigkeiten geben kann. Also ein ganz breites Spektrum!
Der Tag des offenen Denkmals wurde so über seine eigentliche Funktion hinaus zu einem Tag der Begegnung und des Austauschs. Am Ende des Tages waren wir gleichsam „leer gefragt“; weitgehend leer waren auch die Kuchen- und Kaffee-/Teevorräte. Gut gefüllt hingegen war die Spendendose für den Erhalt unserer Kapelle, die an diesem Tag zweifellos einige neue „Fans“ gewonnen hat, wie auch entsprechende Berichte in den sozialen Medien zeigen.
Ein anwesender namhafter Architekt hat uns noch eine erstaunliche Neuigkeit zu unserer Kapelle mitgeteilt, die die wechselvolle Geschichte des Gebäudes um ein neues, spannendes Kapitel erweitert. Aber das wird, sobald wir die versprochenen Nachweise haben, Inhalt eines weiteren Berichts hier auf der Website sein …
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