Kirche St. Albertus Magnus – Rangsdorf
Die am Rande des früheren Gutsparks gelegene, seit 1995 unter Denkmalschutz stehende Kapelle St. Albertus Magnus hat eine wechselvolle Geschichte, die sich in dem 12 Meter langen, 10 Metern breiten und 6,7 Metern hohen Gebäude mit seinen fünf abgrenzbaren Innenräumen widerspiegelt: 1890 vom damaligen Gutsbesitzer Richard Spiekermann als Gartenpavillon im Historismusstil errichtet, möglicherweise Andachtsraum für die katholische Gattin des Gutsbesitzers, zeitweise Umkleideraum der etwas südlich gelegenen Kegelbahn mit Laubengang, von 1924 bis zum Verkauf des Gutshofs 1927 Erbbegräbnis (Mausoleum) für den Gutsbesitzer und seinen Sohn, ab 1934/35 katholische Kapelle, ... ab 1939 gemeinsam von der katholischen und der neuapostolischen Kirche genutzt, von 1963 bis 1997 seelsorglich selbstständige Kuratie mit eigenem Seelsorger (Joachim Palinsky), bis 2025 von der kath. Gemeinde in Zossen mitbetreut, seit 2026 Teil der Pfarrei St. Benedikt Teltow-Fläming.
Die kleinste Kirche im Erzbistum Berlin ist der letzte erhaltene Teil des ehemaligen Gutshofs (auch „Schloss“ genannt) in Rangsdorf. Bemerkenswert sind die sehr gut erhaltene, prachtvolle Holzvertäfelung mit eingelassenen bunten Kacheln und Ornamentfeldern, die hölzerne Eingangstür, die ornamental geschmückten Dachbalken bzw. das ornamental geschmückte Dachgesperre und die Rundglasfenster aus Buntglas noch aus der Zeit der Erbauung, aus späteren Zeiten der Tabernakel mit wunderschönen Jugendstilmotiven auf den Türen, 14 Kreuzwegstationen, Werk und Geschenk des Künstlers „Egino“ (Günter Weinert), und das nach dem Zweiten Weltkrieg von Flüchtlingen aus dem Osten mitgebrachte große Kreuz an der östlichen Fassade. Die 1964 eingebauten Kirchenbänke stammen aus der kath. Kirche in Zossen.