Ein neuer Weihwasserkessel für St. Nikolaus Blankenfelde

Ein neuer Weihwasserkessel für St. Nikolaus Blankenfelde

Ein neuer Weihwasserkessel für St. Nikolaus Blankenfelde

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Ein neuer Weihwasserkessel für St. Nikolaus Blankenfelde

Weihwasser – Erinnerung an unsere Taufe und Zeichen des Segens

Wasser gehört zu den ursprünglichsten und stärksten Bildern unseres Glaubens. Wasser schenkt Leben, erfrischt und reinigt. In der Taufe ist Wasser zum Zeichen für Gottes Liebe und sein neues Leben geworden: Im Wasser und im Heiligen Geist werden wir zu Christinnen und Christen. Wir gehören zu Christus und sind hineingenommen in seine Gemeinschaft.

Deshalb hat das Weihwasser seinen festen Platz in unserem kirchlichen Leben. Wenn wir beim Betreten der Kirche Weihwasser nehmen und uns damit bekreuzigen, ist das mehr als eine schöne Gewohnheit. Wir erinnern uns an unsere Taufe und daran, dass Gott uns angenommen hat. Das Kreuzzeichen verbindet uns mit Jesus Christus und seinem Weg.

Auch in der Osternacht wird Wasser geweiht. Wir erneuern unser Taufversprechen und erinnern uns daran, dass wir durch die Taufe zum Leben mit Christus berufen sind. Das Weihwasser lässt diese Erinnerung im Alltag weiterleben.

Ein Zeichen, das auf Gott verweist

Die Kirche kennt das Weihwasser seit den frühen Jahrhunderten. Es gehört zu den sogenannten Sakramentalien. Der Katechismus der Katholischen Kirche bezeichnet sie als „heilige Zeichen“, durch die wir darauf vorbereitet werden, die Gnade der Sakramente aufzunehmen.

Weihwasser ist dabei kein magisches Mittel und kein Gegenstand, der aus sich selbst heraus eine besondere Kraft besitzt. Seine Bedeutung liegt vielmehr darin, dass es auf Gott verweist. Es erinnert uns an unsere Taufe, an Gottes Nähe und an seinen Segen.

Wenn wir Weihwasser verwenden, dürfen wir vertrauensvoll darum bitten, dass Gott uns begleitet, schützt, stärkt und immer wieder neu auf seinen Weg führt. Das Wasser wird so zu einem sichtbaren Zeichen für eine unsichtbare Wirklichkeit: Gott ist uns nahe.

Segen für Menschen und Orte

Weihwasser wird bei vielen Segnungen verwendet. Menschen, Häuser, Wohnungen, Gegenstände, Gräber und andere Orte können mit Weihwasser besprengt und unter den Segen Gottes gestellt werden.

Dabei geht es nicht darum, mit dem Wasser selbst etwas „zu bewirken“. Vielmehr bringt die Kirche im Gebet ihre Hoffnung und ihr Vertrauen zum Ausdruck: Alles, was wir sind und haben, dürfen wir Gott anvertrauen.

Gerade darin liegt eine schöne und tröstliche Bedeutung des Weihwassers. Wir müssen unser Leben nicht aus eigener Kraft bewältigen. Wir dürfen Gott um seinen Schutz bitten und darauf vertrauen, dass er uns auch in schwierigen Situationen begleitet.

Der Segen Gottes ist größer als unsere Angst

Im Laufe der Geschichte haben viele Menschen im Weihwasser ein Zeichen des Trostes, der Hoffnung und des Schutzes gefunden. Die Kirche hat immer wieder darum gebetet, dass Menschen von dem befreit werden, was sie bedrängt, und dass Gottes heilende und stärkende Gegenwart ihr Leben erfüllt.

Dabei gilt: Das Weihwasser ersetzt weder medizinische Hilfe noch menschliche Verantwortung. Es ist vielmehr ein Zeichen des Glaubens, mit dem wir unsere Sorgen und Hoffnungen vor Gott bringen.

Wenn wir einen Menschen mit Weihwasser segnen oder ein Haus unter Gottes Schutz stellen, sagen wir damit im Grunde:

„Gott, wir vertrauen dir diesen Menschen, diesen Ort und dieses Leben an. Sei du gegenwärtig und begleite uns.“

Weihwasser lädt zum eigenen Gebet ein

Jeder getaufte Mensch ist berufen, selbst zum Segen für andere zu werden. Deshalb kann Weihwasser auch im persönlichen und familiären Leben eine schöne Bedeutung haben.

Wir können beim Verlassen des Hauses ein Kreuzzeichen mit Weihwasser machen. Eltern können ihre Kinder segnen. Angehörige können am Grab eines lieben Menschen beten. Eine Familie kann beim Einzug in eine neue Wohnung um Gottes Segen bitten.

Dazu braucht es keine komplizierten Worte. Ein einfaches Gebet genügt:

„Gott, segne und beschütze uns.“

Oder:

„Herr Jesus Christus, begleite uns auf unserem Weg und schenke uns deinen Frieden.“

Oder ganz persönlich:

„Herr, ich lege dir diesen Menschen und diese Situation in deine Hände. Sei du nahe und schenke, was wir zum Leben brauchen.“

So wird das Weihwasser zu einer Einladung, den Glauben mitten im Alltag zu leben.

Ein neuer Weihwasserkessel für St. Nikolaus

Wir freuen uns, dass wir für unsere Pfarrkirche St. Nikolaus in Blankenfelde einen neuen Weihwasserkessel anschaffen konnten. Dies wurde durch eine großzügige Spende ermöglicht.

Für diese wertvolle Unterstützung sagen wir von Herzen: Vergelt’s Gott!

Der neue Weihwasserkessel soll nicht einfach ein neuer Gegenstand in unserer Kirche sein. Er soll uns an etwas Wesentliches erinnern: an unsere Taufe, an unsere Würde als Kinder Gottes und an den Segen, den Gott uns jeden Tag neu schenken möchte.

Jedes Mal, wenn wir beim Betreten oder Verlassen der Kirche Weihwasser nehmen und uns bekreuzigen, dürfen wir einen Augenblick innehalten:

Ich bin getauft.
Ich gehöre zu Christus.
Gott ist bei mir.
Ich darf seinen Segen empfangen – und selbst zum Segen für andere werden.

Möge der neue Weihwasserkessel in St. Nikolaus zu einem sichtbaren Zeichen dieses Glaubens werden und viele Menschen daran erinnern, dass Gottes Liebe uns begleitet – in unserer Kirche, in unseren Familien und auf allen Wegen unseres Lebens.

© Johannes Mertens
© Horst Leyer

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