Erntedank in St. Nikolaus

Erntedank in St. Nikolaus

Erntedank in St. Nikolaus

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Erntedank in St. Nikolaus

Am 4. Oktober feierten wir in St. Nikolaus um 11:30 Uhr unseren Erntedankgottesdienst. Dabei war auch eine Gruppe von Pfadfinderinnen aus Schöneberg zu Gast.

Viele reichhaltige Gaben und haltbare Lebensmittel wurden gespendet. Die Spenden kommen einer Suppenküche in Ludwigsfelde zugute. Die haltbaren Lebensmittel werden an bedürftige Menschen in der Ukraine weitergegeben.

Die Erde ist uns anvertraut

In seiner Predigt sagte Pfarrer Gwizdala:

„Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde.“

So hat der heilige Franziskus gebetet. Vor 800 Jahren ist er gestorben – und vielleicht hat er uns etwas wiederzuentdecken gegeben, was wir leicht vergessen: Die Erde gehört uns nicht. Sie ist uns anvertraut.

Genau davon erzählt heute auch Jesus im Evangelium. Ein Mann pflanzt einen Weinberg, richtet alles her und verpachtet ihn. Dann kommt die Erntezeit. Der Besitzer erwartet Früchte.

Das ist ein starkes Bild für unser Leben. Was wir haben, ist uns gegeben: die Erde, unsere Fähigkeiten, unsere Zeit, unser Leben, unser Glaube. Wir sind nicht die Eigentümer, sondern die Pächter und Verwalter.

Und Erntedank heißt deshalb mehr als: „Danke für die gute Ernte.“

Erntedank heißt: Ich erkenne an, dass ich selbst Empfangender bin.

Franziskus hat das in einem zweiten Gedanken auf den Punkt gebracht:

„Lobt und preist meinen Herrn und dankt ihm mit großer Demut.“

Demut heißt hier nicht Kleinmachen. Es heißt: Ich weiß, dass ich nicht alles selbst gemacht habe. Ich habe gesät und gearbeitet – aber ich konnte die Sonne nicht machen, den Regen nicht bestellen, das Leben nicht hervorbringen.

Und das Evangelium stellt uns eine ernste Frage: Welche Früchte bringen wir aus dem Weinberg hervor, der uns anvertraut ist?

Früchte der Dankbarkeit.

Früchte der Gerechtigkeit.

Früchte der Liebe.

Der Weinberg Gottes ist diese Welt. Und wir dürfen in ihm arbeiten. Aber wir dürfen ihn nicht besitzen wollen.

Das ist vielleicht die Botschaft dieses Erntedankfestes: Dankbare Menschen sind gute Pächter. Sie nehmen die Gaben Gottes an – und geben Frucht zurück.

Darum können wir mit Franziskus beten:

Gelobt seist du, mein Herr.
Und gedankt sei dir für alles, was du uns anvertraut hast. Amen“

Beisammensein vor der Kirche

Bei schönem Wetter gab es anschließend vor der Kirche gesegnetes Brot mit Butter, Kräuterquark, Trauben, Kaffee und Tee bei einem fröhlichen Beisammensein mit guten Gesprächen.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die mit ihren Gaben und ihrer Unterstützung zu diesem schönen Erntedankfest beigetragen haben.

© de Oliveira Rocha
© Horst Leyer

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